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Die Evangelisch-reformierte Gemeinde Emden ist jetzt auch „Faire Gemeinde“. Am Sonntag trat die Gemeinde offiziell der ökumenischen Aktion bei. Thomas Fender, Pastor für Ökumene der Evangelisch-reformierten Kirche, hielt im Gottesdienst die Predigt und übergab anschließend eine Urkunde. Darin verpflichtet sich die Kirchengemeinde, in ihrer Arbeit besonders auf den Einsatz von fair gehandelten und ökologischen Produkten zu achten.

Ökumenepastor Thomas Fender rief in seiner Predigt über ein Wort des Propheten Amos zu Mitverantwortung auf. Er sagte: „Wir können uns nicht damit herausreden, dass die Weltlage nun einmal so ist, wie sie ist. Wir können uns nicht damit entschuldigen, dass wir die globalen, politischen und wirtschaftlichen Bedingungen schließlich nicht gemacht haben – natürlich haben wir das nicht, aber wir leben hier ganz gut damit.“ Amos fordere in seiner Rede zweierlei: Strukturen zu verändern und damit Unrecht zu beseitigen sowie akute Not zu lindern. Es geht darum, wie wir nach Gottes Willen in dieser Welt leben sollen.

Mit dem Beitritt zur Aktion „Faire Gemeinde“ haben sich die Emder verpflichtet, sieben ökologische und faire Kriterien regelmäßig zu erfüllen. Schon seit vielen Jahren sei der Gemeinde der Gebrauch von fair gehandelten Produkten ein wichtiges Anliegen, so Pastorin Etta Züchner. So habe sie mit ihren Aktivitäten dazu beigetragen, dass die Stadt Emden im Jahr 2015 von der Organisation Fairtrade zur „fairen Stadt“ erklärt worden sei. Das Siegel „Faire Gemeinde“ betrachte sie als Ansporn, den fairen Handel weiter zu stärken.

Seit dem Sommer 2016 beteiligt sich die Evangelisch-reformierte Kirche an der ökumenischen Aktion "Faire Gemeinde". Mit dem Siegel sollen Kirchengemeinden ermutigt und unterstützt werden, faire und ökologische Aspekte beim Einkaufen zu berücksichtigen.

Ulf Preuß

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