Moore und Moorkolonisation in Ostfriesland

Eine Ausstellung im Rahmen der Offenen Kirche

In Ostfriesland gibt es sonderbare Straßennamen wie „Wallumer Helmer“, „Strenge“, „Warf“, „Up Gast“ oder „Inwieke“. Geheimnisvolle Namen aus einer fernen Vergangenheit? Es sind ostfriesische Flurnamen, die in Straßennamen überlebt haben. Früher bekam jedes Stück Land bei seiner Kultivierung einen Namen. Nach der Anlage der Kataster im 19. Jahrhundert wurden diese Namen nicht mehr gebraucht und gerieten in Vergessenheit.

Die unter Federführung von Cornelia Ibbeken und Axel Heinze konzipierte Ausstellung der Ostfriesischen Landschaft erzählt die Geschichte des Moores in Ostfriesland mithilfe der Flurnamen. Denn ursprünglich waren weite Teile Ostfrieslands vermoort. Auf sehr verschiedenen Wegen sind unsere Vorfahrinnen und Vorfahren dem Moor zu Leibe gerückt, sodass davon heute kaum noch etwas übrig ist. Auch die Einstellung zum Moor hat sich mittlerweile verändert.
Die Ausstellung wird im Rahmen der Offenen Kirche (mo bis fr. von 15 bis 17 Uhr) bis zum 12. August 2026 gezeigt.
Der Eintritt ist frei.