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Vor 500 Jahren, am 29. Januar 1523, kam es in Zürich zu öffentlichen Streitgesprächen zwischen dem Zürcher Rat, der kirchlichen Reformbewegung unter der Führung von Huldrych Zwingli und einer Delegation des Bischofsitzes in Konstanz.

Der am Grossmünster tätige Prediger Huldrych Zwingli war anfangs nicht unangefochten, weshalb ein Religionsgespräch Klarheit schaffen sollte. Mit solchen Disputationen sollten konfessionelle Kontrahenten von der Notwendigkeit der Kirchenreform überzeugt werden. Die erste Zürcher Disputation, in der Zwingli 67 Thesen vorstellte, brachte 1523 die offizielle Anerkennung von Zwinglis Lehre und die Aufhebung des 1506 mit dem Bischof von Konstanz geschlossenen Vertrags über Gerichtskompetenzen. Die zweite Zürcher Disputation 1523 über den «Zürcher Bilderstreit» und die Messe führte in der Folge zu grundlegenden Entscheiden zugunsten der Reformation: Statt der Messe sollte künftig die Predigt im Vordergrund stehen. Unter Berufung auf das Schriftprinzip wurden die sieben Sakramente auf die Taufe und das Abendmahl, welches an nur noch vier Sonntagen im Jahr durchgeführt wurde, reduziert. Die Bilder entfernte man aus den Kirchen.
So entstanden Grundprinzipien der reformierten Kirchen, die bis heute gelten.

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Herzlich willkommen in der Neuen Kirche in Emden!

Mitten im Emder Stadtteil Faldern, etwas abseits vom geschäftigen Treiben in den Einkaufsstraßen, liegt die Neue Kirche. Schon von weitem erblicken die Besucher den Turm, den eine farbige Haube krönt. Wenn sie sich der Kirche aus südlicher Richtung - von der Friedrich-Ebert-Straße her – nähern, wirkt der Bau monumental. Erst wenn sie um die Kirche herum gehen, können sie die eigenwillige Form erkennen: Ein schlichtes Gebäude auf einem T-förmigen Grundriss. Die drei Arme, über denen sich imposante Giebel erheben, weisen gen Norden, Westen und Osten. Parallel zur Brückstraße erstreckt sich die lange Südfront. Sie trägt ebenfalls einen Giebel mit ausgearbeitetem Rosettenfenster.

Die Neue Kirche ist die erste reformierte Predigtkirche in Norddeutschland. Sie ist gebaut in den Jahren 1643 bis 1648, Architekt war Martin Faber. Das zweite Gebot: "Du sollst Dir kein Bildnis machen... " ist im Raum konsequent umgesetzt worden.

Der grandiose Innenraum mit seiner hervorragenden Akustik ist lichtdurchflutet und das Gestühl ist ausgerichtet auf die Kanzel, die sich an der Südseite befindet.

Am 6. September 1944 wurde die Kirche bei einem Bombenangriff auf Emden zerstört, so dass nur die Außenwände stehen blieben.

Seit 1950 wird wieder in der aufgebauten - aber stark veränderten - Kirche Gottesdienst gefeiert.

Im Jahr 2013 ist die Neue Kirche nach einer fast 2 jährigen Umbaupause wieder eröffnet worden.