In diesem Jahr hat es geklappt: Daoud Nasser, palästinensischer Christ aus Bethlehem, kam in die Neue Kirche, um von seinen Erfahrungen und seinem Projekt „Zelt der Völker“ zu berichten. Über 100 Besucher und Besucherinnen hörten ihm am Abend des 24. März 2015 zu und waren tief beeindruckt.

Daoud Nasser kämpft um den Erhalt des Familienbesitzes: einen Weinberg, den sein Großvater 1916 erworben hat. Mit Urkunden aus unterschiedlichen Zeiten ist der Kauf bescheinigt. Aber das Gebiet wird der Familie immer wieder durch israelische Behörden streitig gemacht. Trotz vieler Steine, die ihm in den Weg gelegt werden im doppelten Sinne, hat er eine Lebensgrundhaltung entwickelt: er ist kein Opfer; er will nicht hassen; er setzt sich ein für ein friedliches Miteinander Menschen aller Nationen und Religionen. Zusammen mit seiner Familie und vielen freiwilligen Helfern aus aller Welt hegt und pflegt er die Flächen des alten Weinbergs. Sein Projekt „Zelt der Völker“ findet internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Jedes Jahr kommen Tausende von Besuchern. Es gibt Ferienaktionen für die Kinder der Region und Fortbildungsangebote für Frauen.

Beeindruckt hat wohl am meisten die ruhige und verständliche Art des Vortags von Daoud Nasser in deutscher Sprache sowie sein bescheidenes und zutiefst glaubwürdiges Auftreten.

http://www.tentofnations.org/

 

© Fotos: W.Henkelmann

Gesine Janssen und Daoud Nassar

Daoud Nassar in der Neuen Kirche

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