Das Longboardfahren ist unter jungen Menschen sehr beliebt. Ein Longboard ist ähnlich wie ein Skateboard; der Unterschied ist, dass es sich lenken lässt. Ich finde es faszinierend, wenn ich Longboarder fahren sehe. Sie nehmen Schwung, stoßen sich ab und fahren. Es sieht so leicht und beschwingt aus. Wer Longboard fahren will, muss Ausdauer haben und einen guten Gleichgewichtssinn. Da haben das Longboardfahren und das Leben manches gemeinsam. Wenn ich es genießen will, muss ich in Bewegung kommen und im Gleichgewicht bleiben. Damit das gelingt, hat Gott uns etwas Wesentliches mit auf den Weg gegeben, das im 2. Timotheusbrief so beschrieben ist: Gott hat uns nicht gegeben einen Geist der Verzagtheit, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. (2. Tim. 1,7)

Verzagtheit hat etwas zu tun mit Ängstlichkeit, Mutlosigkeit, Ratlosigkeit. Kraft hingegen meint die Fähigkeit, Dinge zu meistern, die uns viel Kopfzerbrechen bereiten. Kraft brauchen wir, um wieder aufzustehen, wenn uns etwas umgehauen hat. Das kann auch beim Longboardfahren passieren, dass es zu einem Sturz kommt. Aber dann muss man aufstehen und sich wieder auf das Board stellen, Schwung nehmen und weiterfahren.

Gott hat uns gegeben den Geist der Liebe. Wer sich geliebt fühlt, hat Lebensmut und Selbstvertrauen. Das gibt unserem Leben den nötigen Anschwung! Wer besonnen reagiert und handelt, lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen, wird nicht gleich hektisch und ist geschützt vor Überreaktionen. Die Besonnenheit ist wichtig für das Gleichgewicht und die Ausgewogenheit.

Jesus Christus hat uns gezeigt, dass ein Leben in diesem Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit viel bewirken kann. Ich kann mir übrigens gut vorstellen, dass Jesus und seine Freunde in unserer Zeit mit einem Longboard von Ort zu Ort unterwegs wären.

Jesus hatte die Kraft, durch sein Leben Gottes Liebe in die Welt wirken zu lassen. Er war selbst besonnen von der Liebe Gottes, so dass er im Gleichgewicht geblieben ist, als andere an ihm rumzerrten.

Er hat die Menschen spüren lassen, dass sie wichtig sind – egal ob sie groß oder klein, arm oder reich, weiblich oder männlich sind. Dafür wurde er angefeindet und schließlich umgebracht wurde. Auch da hat er sich nicht verzagt zurückgezogen, sondern, sondern ist den Weg konsequent gegangen. Er hat der Liebe Gottes ganz vertraut und hat ein neues Leben nach dem Tod gebracht.

Mit diesem Geist der Liebe, Kraft und der Besonnenheit können wir uns in die Welt schwingen auf dem Longboard Leben. Er hilft uns über Hindernisse hinweg. Er lässt uns Gefahren erkennen. Er hilft uns Entscheidungen zu treffen und so unbeschwert in voller Fahrt das Leben zu genießen.

                                                                                                              Etta Züchner, Pastorin in Emden

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